Luftsportverein Mönchsheide

...nur fliegen ist schöner!

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OLC-Berichte


Segelflug-Landesliga Rheinland-Pfalz

Auch in der Saison 2015 starten die Segelflugpiloten des LV Mönchsheide in der Segelflug-Landesliga Rheinland-Pfalz.

Gewertet werden Im Onlinecontest (OLC) alle Flüge, die ihren Startplatz in Rheinland-Pfalz hatten. Es geht darum, innerhalb von 2,5h möglichst viele Kilometer zu fliegen. Ist ein Flüg länger als 2,5h wird vom System automatisch das optimale Zeitfenster ermittelt, ist ein Flug kürzer als 2,5h werden die zu wertenden Kilometer so berechnet, als wäre man 2,5h geflogen. Der Flugzeugtyp findet über einen Handicap-Faktor Eingang in die Berechnung der Punkte, gute Flugzeuge müssen für die gleiche Punktzahl mehr Kilometer fliegen, als schlechtere. Die 3 besten Flüge eines jeden Wochenendes werden gewertet. Jedes Wochenende wird nach einen einfachen Punktesystem (ähnlich der Formal 1) bewertet.

Die 3 Vereine des Ahrkreises, neben dem LVM noch der LSV Bad Neuenahr und die SFG Wershofen konkurrieren zwar in sportlich der Liga, arbeiten aber trotzdem eng zusammen. So werden bei anstehenden guten Wetterlagen Informationen ausgetauscht und auch die wöchentliche Berichterstattung erfolgt gemeinsam. Die Runden-Berichte werden an dieser Stelle veröffentlicht.

Es gibt 19 Wertungsrunden, beginnend mit dem dritten Wochenende im April bis zum letzten Wochenende im August.

Die aktuellen Rundenergebnisse direkt beim OLC:

Die Analyse des Wochenend-Wetters von unserem Mitglied Bernd Fischer (in Kooperation mit TopMeteo und dem OLC):

  • Wertungsrunde 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19
 

OLC-Landesliga Runde 3: Das Team zählt

(OLC-Berichterstattung in Kooperation mit LSV Bad Neuenahr/SFG Wershofen. Von Bernd Fischer LV Mönchsheide)

Ahrkreis-Piloten segeln weiter nach vorn ...

Dabei hatte das Wetter den Piloten fast einen Strich durch die Rechnung gemacht: Von Frankreich her schoben sich schon früh dichte Wolkenfelder herein, die die Sonne mehr und mehr abdeckten und die Thermik dadurch merklich einschränkten.
Für das für Neuenahr fliegende Team Dietmar Spranger (DG600/18m) und Jürgen Koch  (HPH 304S Shark) ging es daher nur ein kurzes Stück in die Eifel und dann weit in den Osten. Auf dem Rückweg aus dem Sauerland war dann aber in Höhe Siegen Schluss. Während Jürgen Koch mit Hilfe seiner Turbine nach Hause fliegen konnte, musste Dietmar Spranger in Hünsborn landen. Trotz allem konnten über 600km gewertet werden. Für die Landesliga gehen die schnellsten 2,5 Stunden in die Wertung ein. Hier erreichten beide einen Schnitt von 98km/h. Komplettiert wurde das Team durch Peter Metzen (Ventus 2cT/18m; 80hm/h). Er drehte bereits an der Eder um und schaffte es im Segelflug zurück auf die Bengener Heide. Der LSV konnte damit einen hauchdünnen Rundensieg vor dem SFC Betzdorf-Kirchen und dem AC Rhein-Nahe erringen.
Von der Mönchsheide aus sorgten wieder einmal die Doppelsitzer-Teams für Punkte: Karin und Hans Wiesenthal (Arcus M/86km/h) flogen nördlich um Frankfurt herum bis auf den Spessart und zurück, Stephen Parker mit Copilot Jürgen Boest (Stemme S10-VT, 84km/h) wählten ab dem Thüringer Wald den Weg nach Norden und wendeten erst in Ostwestfalen am Teutoburger Wald. Spät starteten dann noch Bernd Fischer und Heinz Koch (Duo Discus T). Unter den dichten Abschirmungen konnten sie zwar die 2,5 Stunden Wertungsdauer nicht ganz erfliegen, aber zumindest wurden noch 50km/h gewertet.
Direkt dahinter folgte die SFG Wershofen, die aufgrund ihrer westlicheren Lage sicher die schwierigsten Bedingungen hatte: Hubert Raaf und Bernd von der Mühlen (DG 1000/20m;68km/h), Gerhard Krautwig (DG808C/18m; 66km/h) und Herbert Nett (Discus/61km/h) mussten ihre Flüge auf die Eifel beschränken, in der bereits gegen 16 Uhr "das Licht ausging" und die Segler so mangels Aufwinden wieder auf den Boden zwang.
In der Landesliga führen nach drei von 19 Runden weiter die Kreisstädter. Der LVM springt gleich 4 Plätze nach vorn und liegt jetzt auf Gesamtrang 6. Auch die SFG kann sich verbessern, liegt nun auf Rang 8 und komplettiert damit das gute Gesamtergebnis für die Vereine aus dem Ahrkreis. Da die Wetterbedingungen im Norden der Republik aber deutlich besser waren als an der Ahr, mussten die Vereine in der bundesweiten Quali-Liga Federn lassen. Zumindest der LSV Bad Neuenahr liegt weiter auf Platz 2 und damit auf einem direkten Aufstiegsrang in die 2. Bundesliga.
Aber die Saison ist ja noch lang. Während am kommenden Wochenende die Vereine nochmal getrennt starten, wird es ab Christi-Himmelfahrt spannend. Vertreter aller drei Vereine werden dann während der 29. Bad Breisiger Segelflugwoche auf der Mönchsheide auch auf einem zentralen Wettbewerb gegeneinander antreten.

 

OLC-Landesliga Runde 2: Gute Vorbereitung wurde belohnt

(Von Uwe Bodenheim, SFG Wershofen)

Neuenahrer Segelflieger setzen sich an die Spitze der Segelflug-Liga

Nachdem es dem Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr bereits in der ersten Runde der Segelflug-Liga gelang, eine Führungsposition in der Landesliga Rheinland-Pfalz einzunehmen, gelang den dies Ahrtalseglern nun auch in der bundesweiten Quali-Liga. Dieses erfreuliche Ergebnis ist jedoch kein Zufallsprodukt, sondern ganz klar ein Verdienst der guten Vorbereitungen des Neuenahrer Leistungsträgers Dr. Jürgen Koch. Bereits freitags alarmierte er seine Vereinskameraden, aber auch die Streckenflieger des Bad Breisiger Luftsportvereins Mönchsheide (LVM) und der Segelfluggruppe Wershofen per Mail über die Wetteraussichten: „Es sieht jetzt so aus, dass der Sonntag richtig gut in der Eifel wird (potentielle Flugstrecken von 400-500km). Das sollten wir für eine solide Wertung nutzen - der Rest von Deutschland hat's meist schlechter!“. Optimale Voraussetzungen also für ein gutes Ergebnis in der Segelflugliga, denn die Punkte gibt es nicht für das absolute Ergebnis, sondern für das Abschneiden der drei besten Piloten eines Vereins in Relation zu den Konkurrenten.
Ganz so gut kam es dann leider doch nicht, aber die Piloten waren sensibilisiert und konnten sich entsprechend vorbereiten. Und so stiegen am Sonntag morgen vom Neuenahrer Flugplatz „Bengener Heide“ aus Jürgen Koch auf seiner HpH 304SJ Shark, Peter Metzen mit Ventus 2cT und etwas später auch Lars Schöttler mit dem doppelsitzigen DuoDiscus des Vereins auf und versuchten, aus den gar nicht mal so einfachen Bedingungen das beste zu machen. Koch traf es nach anfänglichen Schwierigkeiten am besten. Er fand eine Linie, wo zwei aufeinander treffende Luftmassen eine Aufwindreihung produzierten und erreichte entlang dieser Linie auf seinem 410km langen Zickzack-Flug, der ihn bis hinter Dillenburg führte, eine Schnittgeschwindigkeit von knapp 100km/h. Dies sollte dann auch der Schlüssel für das gute Rundenergebnis sein. Vereinskollege Metzen flog zwischen Vordereifel und Westerwald und erreichte einen Schnitt von 66 Stundenkilometern, Schöttler war mit 25 km/h noch mal deutlich langsamer, brachte damit aber die fehlenden Punkte für eine gute Platzierung. In der Landesliga brachte dies den ersten Rundenplatz, den der LSV nun auch in der Tabelle einnimmt. In der Quali-Liga erreichte der Kreisstadtclub zwar „nur“ Rang 12, kommt aber im Gesamtklassement nun auf den zweiten Tabellenplatz.
Auch in Wershofen und auf der Mönchsheide wurde geflogen, doch erreichte hier niemand den Anschluss an die gute Aufwindlinie. Von dem in der Ahreifel gelegenen Flugplatz Wershofen aus versuchten es mehrere Piloten, unter anderem Trainer Bernd van der Mühlen, doch die Mindestwertungsstrecke wurde von keinem von ihnen erreicht, so dass es in dieser Runde für die SFG ebenso wie für den LVM keine Punkte gab. In der Tabelle liegen die beiden Clubs unverändert auf den Plätzen 10 bzw. 9 in der Landeswertung.
Der Mai steht auf der Mönchsheide ganz im Zeichen zentraler Segelflugwettbewerbe: Noch bis zum 9. Mai findet das Senierenfliegen statt, ab Christi-Himmelfahrt (14. Mai) treffen sich dann 35 Teams aus ganz Deutschland zur 29. Ausgabe der Bad Breisiger Segelflugwoche.

 

 

OLC-Landesliga Runde 1: Erfolgreicher Liga-Auftakt für die Eifel-Adler

(Von Thomas Marr, LSV Bad Neuenahr)

Die Segelflug-Liga 2015 startete am vergangenen Wochenende mit herausragenden Wetterbedingungen in kühler Meeresluft nach einer Kaltfront: Die Aussichten für weite Streckenflüge waren besonders am Samstag sehr gut und die Segelflieger des Ahrkreises bereiteten sich teilweise schon ab Mittwoch darauf vor. Spezielle und sehr exakte Wetterprognosen, beispielsweise von TopMeteo, an denen auch Bernd Fischer vom LV Mönchsheide beteiligt ist, machten dies möglich.
Der LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. (LSV) hatte seinen Flugplatz von Samstag auf Sonntag dem AAC Bad Neuenahr für sein traditionelles Nachtrennen überlassen. Das bedeutete für die Piloten des LSV am Abend entweder am Flugplatzrand zu landen oder zu den Nachbarvereinen auszuwandern. Dr. Jürgen Koch organisierte einen Gastaufenthalt auf dem Fluggelände Mönchsheide. Die Fliegerkameraden um Heinz Koch gaben den Neuenahrer Piloten sogar die Chance auf die ersten beiden Flugzeugschlepps. Eine sehr sportliche Geste, wenn man bedenkt, dass die beiden letztlich im Wettbewerb mit den dort beheimateten Piloten des Luftsportvereins Mönchsheide, Aeroclub Bad Breisig-Andernach e.V. (LVM) stehen. Vor dem Start in die erwachende Thermik tauschten die SegelfliegerInnen kurz ihre unterschiedlichen Vorhaben aus. Plan bei allen: Zuerst nach Osten.
Dr. Jürgen Koch und Thomas Marr vom LSV hatten einen 800 km Dreiecksflug von der Mönchsheide über Oberhof im Thüringer Wald, Gerstetten in der Schwäbischen Alb und zurück zur Mönchsheide geplant. Dr. Jürgen Koch überbot mit 862 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 94 km/h den Plan und erreichte 118 km/h während der schnellsten 2,5 Stunden. Diese Größe fließt in die Wertungen für die Landesliga Rheinland-Pfalz und die bundesweite Qualifikations-Liga ein. Die drei Vereine des Ahrkreises kämpften in den vergangenen Jahren motiviert aber vergeblich um einen Rang unter den ersten Sieben der Quali-Liga, um damit in die Zweite Segelflug-Bundesliga aufzusteigen.
Thomas Marr flog mit seiner DG 600/18 780 km weit bei durchschnittlich 90 km/h und 116 km/h für die 2,5-Stunden-Wertung.
Dominic Kneipp und Florian Grünberg vom LSV flogen mit dem neuen doppelsitzigen Leistungssegelflugzeug des Vereins, einem DuoDiscus XL von der Bengener Heide aus 546 km um den ausgedehnten Luftraum des Flughafens Frankfurt/Main herum: 90 km/h im Durchschnitt und furiose 116 km/h für die 2,5-Stunden-Wertung. Damit positionierte sich der LSV auf Platz zwei der Landesliga und Rang 3 der bundesweiten Quali-Liga. Ein guter Start für den LSV.
Für den LVM flogen Pit Folwill und Markus Geisen mit einem Arcus M von der Mönchsheide zuerst Richtung Kassel, dann nach Forchheim in Franken und nördlich des Taunus zurück. In der Nähe der Dauner Maare setzten sie zum Endspurt auf die Mönchsheide an: 736 km mit 97 km/h und 106 km/h für die 2,5-Stunden-Wertung. Stephen Parker flog mit seiner Stemme S10 von der Mönchsheide Richtung Nordosten nach Bad Karlshagen an der Weser, dann nach Südosten in die Nähe von Suhl im Thüringer Wald und zurück zur Mönchsheide: 622 km mit 82 km/h Schnitt und 93 km/h für die schnellsten 2,5 Stunden.
Alice Toups mit Copilotin Frauke Löffler segelte mit dem DuoDiscus T des LVM ostwärts bis in die Nähe von Phillipsthal an der Werra und zurück: 502 km Wertungsdistanz mit 81 km/h und 89 km/h für die besten 2,5 Stunden waren die Bilanz.
Zusammen ergeben diese drei Flüge für den LVM Platz 8 in Rheinland Pfalz und Rang 62 in der Quali-Liga mit 350 platzierten Vereinen.
Gerhard Krautwig von der Segelfluggruppe Wershofen e.V. (SFG) startete in Wershofen mit seiner neuen DG 808C/18 zu einem Dreiecksflug mit Ostkurs zur ersten Wende kurz vor der Rhön, zur zweiten Wende im Rheingraben bei Neustadt an der Weinstraße und schließlich über Hunsrück und Eifel zurück nach Wershofen: 590 km bei 90 km/h und 106 km/h für die 2,5-Stunden-Wertung. Sein Vereinskollege Martin van der Mühlen flog mit dem Discus WL der SFG zuerst nach Ruhla im Thüringer Wald, wendete dort und flog auf Westkurs zurück nach Wershofen. Seine Bilanz sind 579 km mit 83 km/h und 90 km/h für die Liga. Im Teamflug mit ihm absolvierte Robin Ermen den dritten Wertungsflug für Wershofen mit seinem Ventus 2cM/18m: 581 km mit 84 km/h und 90 km/h für die schnellsten 2,5 Stunden sind sein Ergebnis.
Als Wertung für die SFG ergibt das Platz 9 in Rheinland Pfalz und Rang 64 in der Quali-Liga.
Neben den ersten drei gewerteten Piloten waren viele andere sehr gut unterwegs und sollen nicht unerwähnt bleiben, verdeutlichen sie doch die Mannschaftsstärke in den Vereinen: Peter Metzen, Lars Schöttler, Paul-Justin Schilling und Ulrich Werner vom LSV, Hans Wiesenthal vom LVM, Peter Dickhoff, Wolfgang Hofmeister-Dunkel, Norbert Peter und Norbert Reuter von der SFG.
Und was ebenfalls nicht vergessen werden sollte: All diese tollen Ergebnisse wären unmöglich ohne die fleißige Arbeit der Vereinsmitglieder während des Winters und die kameradschaftliche Hilfe der Bodenmannschaften auf den Flugplätzen. Der Dank der Piloten ist ihnen dafür gewiss!