Luftsportverein Mönchsheide

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Bericht: Der Flug ins gelobte Land - Israel die zweite

Nachdem Hans-Peter Gottlob mit Gunter Hartleb, Henk Dumont und Henk Schoenmakers im Mai 2010 schon einmal nach Haifa geflogen war (Bericht: www.powerglidertaifun.de), wagte er dieses Abenteuer im Mai 2012 nochmals. Als Co-Pilot flog sein langjähriger Fliegerfreund Norbert Esser mit. Vorausgegangen war ein Besuch der israelischen Fliegerfreunde Haim Zaklad und Shay Popper im September 2011 in Köln. Bei einem leckeren Kölsch und einem halven Hahn im Früh zu Köln luden die beiden Hans-Peter nach Megiddo in Israel ein. 





Nachdem die Einflugerlaubnis der israelischen Behörden im März 2012 eintraf, machten wir uns an die Flugplanung. Hier griffen wir auf die bewährte Flugplanung vom Mai 2010 zurück. Folgende Teilstrecken sollten mit unserer Taifun geflogen werden.


Mönchsheide -- Pula LDPL (Kroatien)
Pula LDPL -- Korfu LGKR (Griechenland)
Korfu -- Rhodos LGRP (Griechenland)
Rhodos -- Haifa LLHA (Israel)

Am 12.05.12 sollte es eigentlich losgehen. Aufgrund einer miesen Wettervorhersage an diesem Tag für den Alpenraum, änderten wir unsere Flugplanung kurzerhand um. Am 11.05.12 starteten wir unser Abenteuer um 07:30 Ortszeit von der Mönchsheide. Aufstehen war an diesem Tag um 04:00 Uhr angesagt. Was tut man nicht alles für einen schönen Flug. Die Gesamtstrecke Mönchsheide – Haifa betrug ca. 3200km

Die Gesamtstrecke Mönchsheide – Haifa betrug ca. 3200km (Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

1.Teilstrecke nach Pula am 11.5.2012


1. Teilstrecke nach Pula  (Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

Auf der ersten Teilstrecke ging es vorbei am Vater Rhein, über Heidelberg, über die schwäbische Alb, über Ulm und über den Tegernsee. Nun lagen die Alpen mit ihren noch schneebedeckten Gipfeln majestätisch vor uns. Wien Info gab uns die Freigabe, die Alpen in einer Höhe von 13.000 Fuß zu überqueren. Nun ging es vorbei am Kaisergebirge, am Großglockner, über den Millstätter See nach Slowenien. Die Sichten an diesem Tag waren Dank Norberts Änfängerglück überwältigend. Richtung Süden konnte man die gesamten Dolomiten gut erkennen.. Über den Julischen Alpen in Slowenien wurde das Gelände wieder flacher und aufgrund des Adriaeinflusses die Sichten wieder schlechter. Ljubljana Info wies uns eine Höhe von 7.000 Fuß zu. Nach 4 Stunden 16 Minuten und 876 Kilometern war der Flughafen Pula auf der Halbinsel Istrien  in Kroatiein in Sicht. Hier landeten wir zwischen, um unsere AN wieder voll zu tanken und uns die Beine etwas zu vertreten.




BILD: Ankunft in Pula mit Ultraleichtfliegern aus Dresden

2.Teilstrecke nach Korfu am 11.5.2012

2. Teilstrecke nach Korfu (Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

Auf der zweiten Teilstrecke ging es bei schönstem Sonnenschein im kroatischen Luftraum von Pula über Losinj, über die herrliche Inselwelt der Kornaten, querab von Zadar, Sibenik, Split, über Hvar und Korcula bis querab Dubrovnik. Hier folgten wir über einem traumhaften Segelrevier den VFR-Routen Adria 1 bis Adria 3 in einer Höhe von 3.000 Fuß. Vor Verlassen des kroatischen Luftraumes übergab uns Zadar Info an Podgorica Info.



Bild: Über den kroatischen Inseln (Route Adria 1)

Nun waren wir im montenegrinischen Luftraum. Gegen die Langeweile - es waren keine Inseln mehr unter uns -  beschäftigte uns der zuständige Kontroller mit einigen Rechenaufgaben bezüglich Ankunftszeiten bzw. Entfernungen an oder zu Wegpunkten. Nachdem wir diese Aufgaben geschaftt hatten, übergab uns Podgorica Info an Tirana Info.Nach den Wegpunkten Rodon, Gokel und Pitas landeten wir fix und fertig nach 4 Stunden 27 Minuten und 813 Kilometern auf dem Flughafen Kerkira auf Korfu.  

Bild: Küste bei Palioskastriza

Auf dem Vorfeld begrüßte uns eine Agentin des Olympic Ground Handling Service mit einem herzlichen kali spera. Sie war uns behilflich bei der Erledigung der notwendigen Einreiseformalitäten und organisierte die Betankung unserer AN. Im Hotel Bretagne -  zu Fuß ca. 5 - 10 Minuten vom  Flughafen entfernt - konnten wir noch das letzte Doppelzimmer buchen. Man erklärte uns, dass normalerweise genügend Zimmer frei sind, an diesem Wochenende wäre aber auf Korfu ein Kongress. Erwähnt man an der Rezeption, dass man Crew-Mitglied eines Flugzeuges ist, das waren wir ja, bekommt man noch einen Rabatt auf den Zimmerpreis. Nach dem einchecken und dem langen Flug gönnten wir uns noch ein kühles Mythos-Bier an der Hotelbar. Am nächsten Morgen mieteten wir über den freundlichen Hotelmitarbeiter an der Rezeption einen Fiat Panda  und erkundeten einen Teil von Korfu.  Vormittags bis zum frühen Nachmittag ging es zur Erholung vom gestrigen Flug an den Traumstrand Pelekas Beach, anschließend noch zur Bucht von Paleokastritsa und abends nach Korfu Stadt zum „Liston“, eine sehenswerte Arkaden-Galerie mit vielen Cafés.


Bild: Der Strand von Pelekas Korfu


3.Teilstrecke von Korfu nach Rhodos am 13.5.2012  (Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

Nach Aufgabe des Flugplanes starteten wir am 13.05.12 gegen 12:00 Uhr Ortszeit auf der 17 von Kerkira nach Rhodos zu unserer dritten Teilstrecke. Zuerst ging der Flug in einer Höhe von 1.000 Fuß über dem ionischen Meer vorbei am südlichen Teil von Korfu. Nach etwa 10 Minuten Flugzeit durften wir nach Erlaubnis von Korfu Approach in der Höhe von Parga auf 4.000 Fuß steigen. Nun ging es über dem Ambrakischen Golf, teilweise im Hangflug vorbei an der Bergwelt 



Der Kanal von Korinth

Westgriechenlands zum Golf von Korinth. Vor der Straße von Korinth  mussten wir auf 2.000 Fuß sinken. Athen Information schickte uns weiter über die Wegpunkte Dapori, Poros, Ydra und Sorev. Hier konnten wir wieder auf 5.500 Fuß steigen. Nun ging es über die Ägäis mit ihren wunderschönen Inseln Richtung Rhodos. Nach 4 Stunden 33 Minuten und 828 Kilomater landeten wir auf der 25 auf dem Flughafen Rhodos.




Flughafen Rhodos

Auf dem Vorfeld begrüßte uns - wir waren durch die Agentin auf Korfu schon angemeldet - eine Agentin des Olympic Ground Handling Service mit einem herzlichen kali spera. 


Flughafen Rhodos Vorfeld

Nach Erledigung der notwendigen Einreiseformalitäten und der Betankung unserer AN, mieteten wir am Flughafen einen Leihwagen zum Angebotspreis von 25,00 EUR/täglich. Im Belvedere Beach Hotel - mit dem Auto ca. 10 Minuten vom Flughafen in Richtung Rhodos Stadt entfernt -  buchten wir zwei Einzelzimmer mit tollem Strandblick.  Abends fuhren wir nach Rhodos Stadt  in eine kleine Taverne namens „TO EPENO“. Bei sehr gutem griechischem Essen in familiärer Atmosphäre und einem Mythos ließen wir hier den Tag  gemütlich ausklingen.


Hafeneinfahrt des alten Hafens in Rhodos

Am nächsten Morgen ging es nach Rhodos Stadt. mit seinen wunderschönen Altstattgassen, zur Süleymann-Moschee und dem Mandraki-Hafen mit seiner Festung. In einem Straßencafé am Hafen kamen wir mit dem Inhaber ins Gespräch. Er sah dem griechischen Schlagersänger Costa Cordalis in seinen jungen Jahren zum Verwechseln ähnlich. Am Nachmittag besuchten wir noch Lindos mit seiner Akropolis. 

4.Teilstrecke Rhodos – Haifa am 15.5.2012


4. Teilstrecke nach Rhodos - Haifa (Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)
Am 15.05.12, dem genehmigten Einreisdatum nach Israel, starten wir gegen 10.00 Uhr auf der 25 von Rhodos zu unserer vierten Teilstrecke nach Haifa. Stundenlang war kein Land in Sicht. Die Strecke ging in einer Höhe von 5.500 Fuß nur über das Wasser des östlichen Mittelmeeres vorbei an den Wegpunkten Alkis, Maros, Aplon, Tiros, Davar. Nach Stunden konnten wir am Horizont wieder die ersten Wolken und Land erkennen. Nach  3 Stunden 46 Minuten und 763 Kilometer landeten wir auf der 34 auf dem Flughafen Haifa.

Bevor wir das Flughafengebäude verlassen konnten, mussten wir uns den strengen israelischen Sicherheitsüberprüfungen unterziehen. Da wir ca. 1 Stunde vor der planmäßigen Ankunft – der Rückenwind machte es möglich – am Ziel waren, hatten wir  für die weitere Reise nach Megiddo noch eine kleine Verschnaufpause. Unser  israelischen Freund Haim und seiner Ehefrau Efrat begrüßten uns bei bestem Wetter mit einem herzlichen shalom und einem erfrischenden Limonen Getränk. Haim und Hans-Peter flogen die  AN  vorbei am Karmelgebirge zum Wegpunkt Galim, südwärts Richtung Tel Aviv und anschließend ostwärts Richtung Flughafen Megiddo.

Flug von Haifa nach Megido (CVFR- Strecke)

(Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

Durch den vorgegebenen Umweg benötigten sie für diese Strecke von 61 Kilometer 38 Minuten. Am Fluplatz Megiddo - Norbert fuhr mit Haims Auto – traf man sich wieder. Nach der Begrüßung durch weitere israelische Fliegerfreunde fuhr uns Haim in das  Nof Tavor Hotel bei Mizra. Hier hatte er uns in der Nähe des Flugplatzes zwei Einzelzimmer für 5 Tage gebucht. 


Bild: Nof Tavor Hotel im Kibuz Mizra

Für die nächsten beiden Tage mieteten wir uns einen Leihwagen bei einem Autoverleiher in Afula. Am ersten Tag – Mittwoch - besichtigten wir Nazareth mit seiner Verkündigungsbasilika und Akkon mit seiner Kreuzfahrerfestung und seinen mächtigen Befestigungsanlagen. 


Bild: Die Festung Akko


Bild: Rittersaal  in der Festung Akko

Weiter ging es Richtung Osten zum See Genezareth über Tiberias zu den Hörnern von Hattin und zum Abschluss zum Berg Tabor mit einem herrlichen Sonnenuntergang.


Bild: Nazareth bei Sonnenuntergang vom Berg Tabor aus

Am zweiten Tag - Donnerstag - umrundeten wir den See Genezareth. Wir fuhren Süd ostwärts zum Abfluss des Jordan, zum südlichen Teil der Golanhöhen mit einem herrlichen Blick über den See Genezareth und anschließend zu den Ruinen von Kafarnaum am Nordufer des Sees.


Bild: Der See Genesareth von der Golanhöhe aus gesehen

Für den Abend wurden wir von den israelischen Fliegerfreunden Danny, Haim, Michael und Talli am Mount Gilboa in einem sehr guten Restaurant zum Abendessen eingeladen. Hier lernten wir auch die besseren Hälften - sprich Ehefrauen -  der Freunde kennen, ein sehr schöner Abend.

Für Freitag hatten uns Haim und Shay zu einem Flug nach Eilat am Roten Meer eingeladen. Hans-Peter und Haim flogen mit unserer Taifun 17E, Shay und Norbert mit einer TL-32 Jetfox. Im 08:00 Morgens starteten wir auf der 27 von Megiddo Richtung Süden.

Flug nach Eilat am 18.5.2012

(Karte freundlicherweise von Jeppessen zur Verfügung gestellt - Nicht für die reale Navigation geeignet)

Der Flug ging über die Jesreelebene, östlich vorbei am Flughafen Ben Gurion,  entlang der Autobahn 6. Hinter der Stadt Kiryat Gat wechselte die Farbe der Landschaft langsam von einem Grün in ein sandfarbenes Beige.

Hinter der Stadt Be`er Sheva, die als Hauptstadt der Negev Wüste bezeichnet wird,  war nur noch das sandfarbene Beige der Wüste zu erkennen. Weiter ging es über den nördlichen Rand des  Machtesch Ramon, einem ca. 40 Kilometer großen Erosionskrater nach Osten zur jordanischen Grenze. Die vielfarbigen Gesteinsschichten des Kraters - Rot, Weiß, Schwarz in den verschiedensten Farbtönen - des Kraters waren ein unvergessliches Erlebnis.


Bild: Machtesch Ramon

An der jordanischen Grenze vorbei ging es nun über die Aravasenke südwärts bis nach Eilat. Über der Senke fliegt man hin und wieder über Siedlungen - grüne Oasen - die  landwirtschaftliche Produkte erzeugen.


Bild: Dattelplantage in der Wüste Negev


Bild: Beduinenlager in der Wüste Negev

Nach einigen Stunden spannendem Flug  und ungefähr 450 Kilometer landeten wir gegen Mittag auf der 03 des Flughafens von Eilat.


Bild: Landeanflug Eilat

Das Thermometer zeigte 40 Grad an. Da der Flughafen im Stadtzentrum liegt, hatten wir beim Anflug einen schönen Ausblick auf die Luxushotels der Stadt. Haim und Hans-Peter trafen wir in einem klimatisierten - wie herrlich - Konsumtempel. Hier nahmen wir einen kleinen Imbiss bei einem kühlen Getränk zu uns. Anschließend besichtigten wir die Standpromenade und das Coral World Underwater Observatory.


Bild: Strandpromenade in Eilat

Shay war schon früher zum Flugplatz zurückgegangen. Norbert sollte gegen 14:00 Uhr nachkommen. Aufgrund der strengen Kontrollen der israelischen Sicherheitsbehörden - wer fliegt schon mit einem israelischen UL als deutscher Co-Pilot nach Eilat - verzögerte sich der Abflug um etwa eine Stunde. Gegen 15:00 Uhr bekamen wir die Freigabe, auf der 03 des Flughafens Eilat nach Megiddo zu starten. Zurück ging es in nördlicher Richtung über die Aravasenke mit ihren grünen Oasen, über das Tote Meer vorbei an der Festung Masada mit seinem gleichnamigen Flugplatz.


Bild: Flug von Eilat nach Megido


Bild: Vorbeiflug an der Festung Massada


Bild: Norbert und Shay in der Jetfox


Bild: Jericho

Der Höhenmesser zeigte hier zeitweise eine Flughöhe von minus 900 Fuß an. Über dem toten Meer hatten wir einen grandiosen Überblick über eine bizarre Landschaft geprägt von Mineralien und Salzen, die nach der Verdunstung des Wassers übrig bleiben. Weiter ging es über das Wadi Qelt, eine Schlucht in Richtung Jerusalem mit dem in den Felsen liegenden malerischen St. Georgskloster, über Jericho und der Bergregion Samaria bis zur Jesreelebene mit seinen vielen kleinen Seen. Nach einem erlebnisreichen Flug mit viel Gegenwind landeten wir gegen 19:30 Uhr auf der 27 in Megiddo. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Haim und Shay, die uns diesen herrlichen und erlebnisreichen Flug ermöglichten.
 

Bild: Shay und Haim abends in Megido

Für Samstag waren wir von unseren Fliegerfreunden Danny, Haim, Michael und Talli zum jährlichen Grillfest des Megido Gliding Center eingeladen.


Bild: Grillfest mit Luftsportverein Megido


Bild: Segelflugbetrieb in Megido 

Bei leckerem Gegrilltem und Salaten kamen wir mit den Mitgliedern des Vereins sehr schnell ins Gespräch. Abends waren wir von Haim und seiner Ehefrau Efrat in der Nähe von Tel Aviv zu einem privaten  klassischen Konzert eingeladen. 

Sonntags fuhren wir mit einem Leihwagen von Mizra nach Jerusalem. Nach einer unfreiwilligen Stadtrundfahrt durch Tel Aviv und Jaffa - wir hatten eine falsche Abzweigung genommen – trafen wir mittags in Jerusalem ein. Zuvor hatten wir telefonisch zwei Einzelzimmer im Österreichischen Hospiz zur Heiligen Familie gebucht. 


Bild: Klagemauer und Felsendom in Jerusalem

Das Hospiz dient als Gästehaus für Pilger und Touristen und liegt mitten in der Altstadt an der Via Dolorosa. Von hier aus besuchten wir zu Fuß die Klagemauer einschließlich deren Gewölbe, den Tempelberg und die Grabeskirche. Abends stärkten wir uns mit einem Gösser Bier und einem Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat für den nächsten Tag. Montags fuhren wir ins Westjordanland. Hier besichtigten wir südlich von Betlehem das Herodium.


Bild: Tempel des Herodes nähe Bethlehem


Bild: Geburtskirche in Bethlehem

Auf dem Plateau des Hügels hat man einen herrlichen Ausblick über das Westjordanland. Zum Abschluss besuchten wir noch die Geburtskirche in Betlehem und dem Ölberg in Jerusalem. Hier ließ es sich Norbert nicht nehmen, ein paar Trainingsrunden mit einem Kamel zu drehen.


Bild: Kamelritt auf dem Ölberg


Bild: Besteigung eines Wüstenschiffes

Dienstags mussten wir leider wieder zurück nach Mizra. Auf dem Rückweg verweilten wir noch am wunderbaren Sandstrand von Tel Aviv - diesmal aber ohne uns zu verfahren -  in einer der vielen kleinen Strandbars.


Bild: Strand von Tel Aviv

Abends verabschiedeten wir uns - Mittwoch war Rückflugtag nach Rhodos - bei einem kleinen Snack von Michael und Talli mit ihren besseren Hälften.

Mittwochmorgens war der Rückflug nach Haifa und von Haifa nach Rhodos geplant. Aufgrund des Durchzuges einer Kaltfront und tiefhängender Wolken - erstmalig während unseres Aufenthaltes in Israel - mussten wir unseren Start verschieben.



Bild: Rückflug von Megido nach Haifa

Gegen Mittag kam Wetterbesserung in Sicht und wir konnten unter Mithilfe von Michael unseren Flugplan nach hoffnungsvollem Warten aufgeben. Michael und Hans-Peter flogen unsere AN von Megiddo nach Haifa. Norbert fuhr mit dem Auto zum Flugplatz nach Haifa. Gegen 12:30 Uhr starteten wir  auf der der 34 von Haifa Richtung Rhodos. Nach einer halben Stunde Flug war uns klar, dass der Wetterbericht mit dem starken Gegenwind – ca. 40 km/h - Recht behalten sollte. Da diese Teilstrecke nur über das Wasser des östlichen Mittelmeeres ging, kamen bei uns Überlegungen hoch, einen Tankstopp auf Zypern einzuplanen. Auf halber Strecke - vor dem Wegpunkt Aplon - entschieden wir uns nach vorheriger angespannter Rechnerei mittels Dreisatz, weiter nach Rhodos zu fliegen. Nach 5 Stunden 7 Minuten und 763 Kilomater landeten wir glücklich und mittlerweile entspannt auf der 25 des Flughafen Rhodos.
 

Bild: Start in Rhodos

Am 24.05.12 starteten wir gegen 09:30 Uhr auf der 25 von Rhodos Richtung Korfu.  Bei Anfangs gutem Wetter flogen wir westwärts über die griechische Inselwelt der Ägäis. Je weiter wir Richtung Athen kamen, wurde der Horizont immer dunkler. Der Wetterbericht hatte wieder einmal mit seiner Vorhersage Recht, dass sich über dem Festland westlich von Athen im Tagesverlauf Gewitter bilden sollten. Vorsichtshalber planten wir einen Tankstopp aufgrund des notwendigen Umweges ein. Athen Approach wies uns den Flugplatz Megara westlich von Athen zu.
 

Bild: Flug von Rhodos nach Megara am 24.5.2012


Bild: Über der Ägäis
 

Bild: Athen


Bild: Flugplatz Megara

Hier landeten wir nach 3 Stunden und 2 Minuten. Aufgetankt starteten wir von Megara weiter zu unserem eigentlichen Ziel Korfu. In Höhe der Straße von Korinth waren auf der Kurslinie schon die ersten Gewitter über der Bergwelt von Westgriechenland zu sehen. Da in den Bergen die Wolken schon auflagen, entschieden wir uns, parallel zur  Küstenlinie  zu fliegen.

Flug von Megara nach Korfu am 24.5.2012




Bild: Zwischen Astakos und Kandila


Bild: Zwischen Paleros und Preveza

Aufgrund eines heftigen Schauer mussten wir querab von Patras - hier verbindet eine Brücke den Peloponnes mit dem westgriechischen Festland -  mit unserer AN auf 1.200 Fuß absteigen. Nach unterfliegen der  


Bild: Korfu Final 35

Auf unserer vorletzten Teilstrecke starteten wir am 25.05.12  gegen 09:30 Uhr auf der 17 von Korfu Richtung Pula. Bei schönem Wetter ging es über die Adria vorbei an Albanien, Montenegro und Kroatien. Gegen 14:00 Uhr landeten wir nach 813 Kilometer auf der 09 von Pula.
 

Bild: Flug über Albanien



Bild: Nationalpark Kornati
 

Bild: Final PULA

Nach einem Tankstopp starteten wir gegen 15:00 Uhr zu unserer letzten Teilstrecke zurück zur Mönschheide. Wieder ging es bei leicht bewölkten Himmel über den Millstätter See, vorbei am majestätisch daliegenden Großglockner, über dem Kaisergebirge und dem Tegernsee.


Bild: Großglocknermassiv


Bild: Kaisergebirge

München Info, Stuttgart Info und Langen Info erlaubten uns, die Strecke vom Tegernsee bis zur Mönchsheide in einer Flughöhe von 8.500 Fuß zu überqueren. Wir kamen uns vor, als ob wir in einem Linienflugzeug der Lufthansa - leider ohne Autopilot und Stewardess - diese Strecke zurücklegten. Gegen 19:00 Uhr  landeten wir nach 876 Kilometer fix und fertig aber gutgelaunt auf der Mönschheide.

Vorbei gingen zwei schöne erlebnisreiche Wochen mit schönen Flügen zum, im und vom „Heiligen Land sowie Ausflügen im „Heiligen Land“. Ein herzlichen Dank nochmals an unsere israelischen Freunde Danny, Haim, Michael, Shay und Talli und ihren Ehefrauen, die uns die schönen Erlebnisse ermöglicht haben.

Für Gleichgesinnte, die eine solche Reise durchführen möchten, ist eine Einfluggenehmigung der israelischen Luftfahrtbehörde (ASOC) erforderlich. Voraussetzung hierfür ist, dass man einen israelischen Staatsbürger kennt. An Kosten für Fluggebühren und Flugbenzin vielen insgesamt 1.600,00 EUR an. Für sonstige Kosten (ohne Verpflegung) wie Hotelübernachtungen, Leihwagen und Taxi waren es insgesamt 1.000,00 EUR.

Die Landegebühren : Pula 20,-€, Korfu und Rhodos  übernacht 40,-€ bei 2Tagen 89,-€, Haifa 18,-€ .
Die Avgaspreise: Pula ca. 2,-€/ltr., Korfu 2,97€/ltr. , Rhodos 2,87€/ltr. , Haifa 1,98€/ltr.
Die Hotelkosten: Korfu Hotel Bretagne 40,-€/Pers., Rhodos Hotel Delphin 45,-€/Pers., Nov Tavor Hotel 87$/Pers. , Östereich. Hospiz Jerusalem 67,-€/Pers. 

Text: Norbert Esser und Hans-Peter Gottlob
Bilder: Norbert Esser und Hans-Peter Gottlob