Luftsportverein Mönchsheide

...nur fliegen ist schöner!

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Sommerlager 2009

Vom 20. Juli bis zum 09. August 2009 herrscht reger Betrieb auf dem Segelflugplatz Mönchsheide. Mitten im schönen Wald des erholsamen Wandergebiets oberhalb Bad Breisig und Sinzig gelegen lockt „die Mönchsheide“ alljährlich Segelflieger von weit her. Sie verbinden damit das Angenehme mit dem Nützlichen: einen harmonischen Familienurlaub am herrlichen Mittelrhein zwischen Eifel und Westerwald mit dem Segelfliegen einmal nicht „zu Hause“, sondern auf einem anderen Flugplatz. Nach dem Luftverkehrsgesetz und der Ausbildungsordnung des Deutschen Aero-Clubs müssen alle Flugschüler in der Lage sein von einem sogenannten „ungewohnten Gelände“ aus zu starten und dort auch wieder zu landen.

So können die Segelflieger des Luftsportvereins Mönchsheide dieses Jahr während ihres Sommerlagers wieder Gäste begrüßen: dieses Mal vom Segelflugplatz Vinsebeck-Frankenberg bei Detmold zwischen Bad Meinberg und Bad Driburg. Mit „Kind und Kegel“ angereist haben die Ostwestfalen 3 doppelsitzige und 3 einsitzige Segelflugzeuge im Anhänger mitgebracht und ihre Zelte und Wohnwagen auf dem Flugplatz-Campingbereich aufgestellt. Die Leistungsflieger unter den Gästen erkunden die guten Streckenflugmöglichkeiten in Eifel, Westerwald, Hunsrück und Taunus, während die Flugschüler vor allem Start und Landung üben und lernen, wie die im Windenschlepp erreichte Höhe sicher in eine saubere Platzrunde umgesetzt wird.

Der Bad Breisiger Fluglehrer Wolfgang Schneider hat das Sommerlager geplant und organisiert, leitet es täglich – und zieht nach einer Woche Zwischenbilanz: „Segelflieger sprechen überall die gleiche Sprache – die Kooperation läuft gut! Flugsicherheit steht an erster Stelle, dann bleibt noch genügend Raum für Erholung und Flugvergnügen.“

Die jugendlichen Flugschülerinnen und Flugschüler knüpfen neue Kontakte, beobachten ihre Fortschritte und tauschen Erfahrungen aus. „Wie zeigt dir eigentlich dein Fluglehrer das Einkreisen in die Thermik?“, will Ursula Gottlob (16) von einem Gastschüler wissen – und schon stecken sie in einem längeren Gespräch über Lehrmethoden oder die Aufwindverhältnisse auf der Mönchsheide. Michael Arenz (15) durfte seine ersten drei Alleinflüge machen. Auf seine „A“ darf er nun stolz sein, zeigt es doch auch, dass seine Fluglehrer ihm diese Leistung zutrauen konnten. Norbert Mülligann, zweiter Vorsitzender des Luftsportvereins Mönchsheide, bisher vor allem Leichtflugzeug-Pilot, hat inzwischen auch Gefallen am Segelfliegen gefunden und nähert sich mit großen Schritten der Segelflug-Lizenz.

Aber die Jugendlichen machen auch erste Streckenflugerfahrungen: „ Zuerst war ich über Wershofen, dann in Dierdorf und dann das Ganze noch einmal“, erzählt der 16-jährige Marvin Mönikes ganz selbstverständlich, „zusammen etwa 200 km.“ – und das alles ohne einen Tropfen Benzin, motorlos, ganz allein durch die Energie der Sonne, die in der aufsteigenden Luft steckt. Er ist Schüler am Gymnasium St.Xaver in Bad Driburg und möchte Physik als Leistungskurs wählen. Sein Fluglehrer Gunter Schmidt bestätigt, dass die Jugendlichen aus allen Bildungsschichten kommen: „Das Interesse am Fliegen führt uns zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit den Mönchsheider Fliegern klappt gut, wir sind eingespielt.“

Mitgereiste Familienangehörige nutzen fleißig Schneiders Info-Blatt über touristische Angebote der Bäderstadt und die Einkauf-Möglichkeiten. So kommt keine Langeweile auf, falls einmal kein Flugwetter ist, und der Fremdenverkehr der Region wird zusätzlich belebt, was unschwer an den LIP - Kennzeichen der Fahrzeuge erkennbar ist.

Nach zwei Wochen wurde am abendlichen Lagerfeuer das „Bergfest“ zünftig gefeiert, mit Schwenkgrill, leckeren Salaten und Getränken – für die Jugendlichen aber ohne Alkohol.

Als krönender Abschluss ist am Freitag bei gutem Wetter ein Flug mit allen motorgetriebenen Flugzeugen zur Wasserkuppe geplant, dem „Berg der Segelflieger“ in der Rhön, wo in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Segelfliegen begonnen hatte.