Luftsportverein Mönchsheide

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Start Erlebnisberichte 2007 - Umwelttag auf der Mönchsheide

2007 - Umwelttag auf der Mönchsheide


 Segelflieger der Mönchsheide beim Umwelttag 2007 aktiv

In vielen Ländern der Welt sind Flugplätze grundsätzlich für die Öffentlichkeit unzugänglich – vor allem aus Sicherheitsgründen – und die Tendenz der Behörden geht auch in Deutschland mehr und mehr in dieser Richtung. Nicht auszudenken, wie eines Tages der Segelflieger seinen Sport ausübte, wenn diese Entwicklung weiterginge: an einem massiven Tor in dem hohen Flugplatz-Zaun identifiziert sich ein 14-Jähriger an einem Iris-Lesegerät als sicherheitsüberprüfter Segelflieger und darf dann den Bezirk betreten, der seiner Familie oder seinen Freunden verwehrt bleibt. Diese drücken sich dann vielleicht wie an den Flughäfen die Nase platt, um einen Blick auf ein entfernt startendes Segelflugzeug zu erhaschen.

Ganz anders die Wirklichkeit auf dem Mönchsheider Segelfluggelände heute: die junge Flugschülerin nimmt ihre Eltern an die Startstelle mit, erklärt ihnen alles und lässt sie so an ihrem Erlebnis teilnehmen. Oder die Spaziergänger und Jogger rund um die Mönchsheide lassen sich von einem Segelflieger gefahrlos zum Ort ihres Interesses begleiten und über das Segelfliegen informieren.

 

Wohl weisen Hinweis- und Warnschilder nahe der Start- und Landebahn den Spaziergänger auf die Gefahren des Flugbetriebes hin – das ist gesetzlich so vorgeschrieben -   aber die Grundstücksgrenzen der Mönchsheide sind nicht besonders gekennzeichnet. Und so kommt es, dass viele erholungssuchende Spaziergänger auch auf privatem Grund wandeln, ohne es zu wissen. Den Segelfliegern sind sie willkommen, denn manches informative und freundliche Gespräch kommt auf diese Weise zustande.

 

 

Am vergangenen Samstag, dem 17.März allerdings schämten sich die Segelflieger ein wenig für den Zustand auf „ihrer“ Mönchsheide: im Rahmen des „Umwelttages 2007 des Kreises Ahrweiler“ zogen sie nun schon zum vierten Mal aus, um die Natur von allem zu befreien, was nicht dorthin gehört. In den Sammelsäcken und dem Müllcontainer fanden sich am Ende zwei Gruppen von Müll: zum einen das Ergebnis von „wilden Müllkippen“ an einem Ort, zum anderen die weit verteilten Hinterlassenschaften von Spaziergängern – Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Hygieneartikel usw., achtlos weggeworfen in die Büsche und Dornranken am Wegrand – und nun einzeln angefasst und aufgesammelt von Jugendlichen. Den begleitenden Erwachsenen war das nicht nur peinlich: sie fragen sich auch, wie die Jugendlichen zu Sorgfalt, Sauberkeit und Verantwortlichkeit angehalten werden können, wenn Erwachsene solche „Vorbilder“ geben.

 

Deshalb der freundliche und dringende Appell: Warum nicht ein Umweltverhalten wie in den Alpen ? Abfälle wieder in den Rucksack !

Und dann – herzlich willkommen auf der Mönchsheide !

 

 

 

 

 

 

 

Text: Dietrich Brönner, LVM

Bilder: Michael Pütsch, LVM